Projekt Ringwall

Archäologie, Bildung, Tourismus und Natur zur Förderung einer ländlichen Region

 

Der im Volksmund "Hunnenring" genannte keltische Ringwall von Otzenhausen wird seit 1809 altertumskundlich erforscht. Schon im 19. Jahrhundert war er ein beliebtes Ausflugsziel, erste Ausgrabungen fanden 1883 statt. In den 1930iger Jahren gab es ein mehrjähriges archäologisches Forschungsprojekt, dass durch den Ausbruch des II. Weltkrieges beendet wurde.

Im Jahre 1999 nahm sich die Gemeinde des Bodendenkmals an und initiierte in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt des Saarlandes und der Europäischen Akademie Otzenhausen ein Programm, das die Forschungen zum Denkmal reaktivieren und neue touristische Möglichkeiten in diesem Zusammenhang prüfen sollte. 

Nach mehreren erfolgreichen internationalen Grabungscamps wurde eine dauerhafte Ausgrabung von 2001-2012 mit der archäologischen Grabungsgesellschaft TERREX realisiert. Zusätzlich wurden die Forschungen mit Grabungen anderer Universitäten ergänzt, insbesondere die Universitäten Mainz und Münster waren im Ringwall und seinem Umfeld aktiv. Der archäologische Kultur- und Förderverein der Hochwaldkelten bereichert seit 2001 das Kulturprogramm und bringt das reiche keltische Erbe der Region zurück in das Bewusstsein der Bevölkerung.

Die Arbeiten werden seit Beginn touristisch durch zahlreiche Aktivitäten begleitet: Es wurde ein Informationsweg ausgeschildert, ein Skulpturenpfad eingerichtet und viele Pflegemaßnahmen an den Wegen und Plätzen durchgeführt. Ein reichhaltiges Kulturprogramm flankiert stetig das Projekt. So findet z.B. das große internationale Keltenfest "Celtoi" alle 2 bis 3 Jahre statt.

Seit 2011 wird zu Füßen des Dollberges ein Archäopark mit Nachbauten von keltischen Häusern errichtet: Der Keltenpark Otzenhausen.

In Verbindung mit dem seit 2016 bestehenden Nationalpark Hunsrück-Hochwald entsteht hier ein Besuchs- und Erlebniszentrum als südliches, saarländisches Eingangstor in den Nationalpark.

Eine einmalige Gelegenheit, unserer Bevölkerung und den Besuchern der Gemeinde die Geschichte und Natur mit ihren Wechselwirkungen in unserer Heimat Hunsrück/Hochwald nahe zu bringen.