Projekt Ringwall

Archäologie, Bildung, Tourismus und Natur zur Förderung einer ländlichen Region


Erste Ausgrabungen am keltischen Ringwall von Otzenhausen, dem sogenannten „Hunnenring“, fanden bereits 1883 statt. Sie wurden in den Jahren 1936 – 39 in einem mehrjährigen archäologischen Forschungsprojekt fortgesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt des Saarlandes initiierte 1999 die Gemeinde Nonnweiler ein Projekt zur weiteren Erforschung und Inwertsetzung des eisenzeitlichen Bodendenkmals. 

Seit 2001 forscht die archäologische Grabungsgesellschaft TERREX in Zusammenarbeit mit renommierten Universitäten am Ringwall und in dessen Umfeld.

Derzeit entsteht im Keltenpark am Fuße des Ringwalls unter dem Motto „Natürlich – mit Geschichte“ das saarländische Eingangstor in den Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Weitere interessante archäologische Stationen um den Ringwall

In Schwarzenbach fanden einst die Bauherren des Ringwalls ihre Grabstätten. In Sichtweite zu dem gewaltigen Bodendenkmal wurden sie einst unter mächtigen Grabhügeln bestattet. Die Infostation erzählt vom einstigen Ruhm der bestatteten Krieger. Prächtige , importierte Metallgefäße zeugen von Wohlstand und weitreichenden Handelskontakten. Die Goldbeigaben gelten als keltische Meisterwerke. Vor allem die sogenannte „Goldschale“ – ein umgearbeiteter Trinkhornbeschlag verzaubert noch heute ihre Betrachter.

Standort:
Zufahrt Sportplatz
66620 Nonnweiler-Schwarzenbach

 

<weitere Informationen folgen>

Keltische Grabhügel finden sich oft als Zeugen der intensiven Besiedlung. So auch unweit von Sitzerath. An einer einstigen Fernverbindung zur Mosel gelegen zeugen sie von einer antiken Siedlungskammer. Die Grablegen lassen sich vom 4. Jh. v. Chr. bis zur Zeitenwende verfolgen. Von zehn Grabhügeln wurden zwei erforscht. In dem größeren Grabhügel fand sich die Bestattung eines Adeligen, der zusammen mit einem einachsigen Streitwagen und Pferdezaumzeug in einer hölzernen Grabkammer seine letzte Ruhe fand.
 

Standort:
Parkplatz am Sportplatz
66620 Nonnweiler-Sitzerath; Ausschilderungen folgen

Am Fuße des Ringwalls liegt die mögliche Nachfolge-Siedlung des Ringwalls, der „Vicus Spätzrech“ Schwarzenbach. Nach der Aufgabe der Befestigungsanlage auf dem Dollberg entwickelte sich dort das neue regionale Zentrum mit einem keltischen Heiligtum. Grabungen bezeugen einen Tempelbezirk und eine ausgedehnte Besiedlung mit Werkstätten innerhalb einer römisch geprägten Siedlungskammer.
 

Standort:
Parkplatz an der L330
bei 66620 Nonnweiler-Schwarzenbach; Ausschilderungen folgen

Weitere Infos:
www.terrexggmbh.de   www.hochwaldkelten.de